Meine Lehre: fundiert, empathisch, zukunftsorientiert
Lehre ist für mich weit mehr als Wissensvermittlung. Sie ist Begegnung auf Augenhöhe und mit Verantwortung. Ich arbeite mit Studierenden an einer professionellen Haltung, die evidenzbasiert, empathisch und am Individuum orientiert ist. Sprache und Kommunikation sind nicht nur Fachinhalt, sondern zentrales Medium für Teilhabe, Vertrauen und Entwicklung.
Ein wichtiges Ziel meiner Lehre und meines Bildungsverständnisses ist die Förderung einer reflektierten, verantwortungsvollen therapeutischen und pädagogischen Persönlichkeit. Studierende sollen nicht nur Wissen und Kompetenzen erwerben, sondern sich selbst als Teil ihres professionellen Handelns verstehen:
- Mit Klarheit in der Kommunikation
- Mit Empathie im Kontakt
- Mit Verantwortung gegenüber Vielfalt, Lebensgeschichten und Kontexten
Was mir in der Lehre wichtig ist
Theorie – Praxis – Evidenz
Ich verzahne aktuelle Forschung mit der Berufspraxis. Clinical Reasoning (CR), Leitlinienarbeit, ICF-Anwendung und evidenzbasierte Praxis (EBP) sind feste Bestandteile meiner Lehre. Studierende lernen, wissenschaftlich fundiert zu handeln, mit klarem Blick für die Komplexität des Alltags und für den Einzelfall mit individuellen Bedürfnissen.
Empathie – Beratung – Health Literacy/ Gesundheitskompetenz
Professionelle Gesprächsführung, Perspektivübernahme und der Ausbau von empathischen Kompetenzen sowie Beratungsarbeit nehmen einen wichtigen Raum in meiner Lehre ein. Ich integriere Konzepte wie Health Literacy/Gesundheitskompetenz sowie Kommunikationsmodelle in multimethodisches Arbeiten, um Beratungskompetenzen nachhaltig zu stärken.
Innovation – Didaktik – Digitalisierung
Ich unterrichte in unterschiedlichen Formaten, überwiegend in logopädischen und pädagogischen Studiengängen:
- Präsenzunterricht
- Synchrone & asynchrone Online-Lehre
- Hybridformate
- Supervision/kollegiale Beratung/Hospitation
- Mit KI-gestützten Formaten und Simulationen
- Klassische Vorlesungs- oder Seminarformate
- Fallvignetten und -besprechungen, Rollenspiele, Gruppenprozesse, Selbstreflexion und digitale Lernbegleitung (mit KI, Shortcuts etc.)
Themenschwerpunkte
Sprachentwicklung & -störungen
- Die physiologische Sprachentwicklung und Sprachverarbeitung
- Sprachliche Bildung, Sprachförderung und Sprachtherapie
- Late Talker und Sprachentwicklungsstörungen (SES)
- Komplexe Störungsbilder
Diagnostik & Interventionsplanung
- Modellgeleitete Diagnostik
- Standardisierte und normierte Diagnostikverfahren, informelle Verfahren
- Zielerreichungsskalen & Leitlinienarbeit
- Clinical Reasoning (CR) & Evidenzbasierte Praxis (EBP)
- Interdisziplinarität
- Therapie-/ Förderplanung
- Evidenzbasierte Therapie und Förderansätze
Beratung & Kommunikation
- Beratung & multiprofessionelle Zusammenarbeit
- Kommunikationsmodelle und -theorien
Inklusion & Chancengerechtigkeit
- Sprachtherapie, Sprachförderung in der Kita & Schule und sprachliche Bildung
- Mehrsprachigkeit
- Prävention
- Interprofessionelle Fallarbeit & Versorgungsstrukturen
Lehrformate & Prüfungen
Ich verfüge über umfangreiche Lehrerfahrung in:
- Präsenz, Online & Hybrid-Lehre
- Synchrone und asynchrone Formate
- Einsatz generativer KI-Tools in Simulation & Reflexion
- Betreuung & Abnahme von Bachelor-, Masterarbeiten
- Diverse Prüfungsformate, Staatsexamina und mündliche Prüfungen
Auswahl meiner Lehrveranstaltungen
Sprachentwicklungsstörungen & Intervention
- Sprachentwicklung und mehrsprachige Sprachentwicklung
- Late Talker & Sprachentwicklungsstörungen
- Semantisch-lexikalische Entwicklungsstörungen
- Phonetisch-phonologische Entwicklungsstörungen
Beratung & Kommunikation
- (Inter-)professionelle Beratung, Kommunikation und Coaching
- Elternberatung und Gesundheitskompetenz
- Gesprächsführung, Empathie und Perspektivübernahme
Evidenzbasierte Praxis und wissenschaftliches Arbeiten
- Clinical Reasoning (CR) und Evidenzbasierte Praxis (EBP)
- Wissenschaftliches Arbeiten, Lesen und Schreiben
- Deskriptive und schließende Statistik
- Einzelfallforschung
- Qualitative Inhaltsanalyse
- Kolloquien zu Forschungsprojekten & Abschlussarbeiten
Mein Ziel ist es, Fachkräfte auszubilden, die sicher handeln, kritisch denken und menschlich wirksam sind.
Ausgewählte Lehrinhalte
Kindliche Sprachentwicklung
Ein fundiertes Verständnis des Spracherwerbs ist die Grundlage, um sprachliche Entwicklungsverläufe differenziert zu beurteilen und Therapieinhalte entwicklungsadäquat zu planen.
Sprachentwicklungsstörungen (SES)
Sprachentwicklungsstörungen gehören zu den häufigsten Entwicklungsstörungen im Kindesalter – sie erfordern logopädische Diagnostik und Therapie, da allgemeine Sprachförderung oder sprachliche Bildungsangebote allein nicht ausreichen.
Semantisch-lexikalische Entwicklungsstörungen
Worte sind die Grundbausteine von Sprache – ihre Bedeutung entsteht im Zusammenspiel von Kognition, Weltwissen und phonologischer Wortform. Um Sprachtherapie zielgerichtet gestalten zu können, ist ein
tiefes Verständnis dieser Zusammenhänge und Verarbeitungsmechanismen unerlässlich.
Mehrsprachigkeit und SES
Mehrsprachigkeit ist kein Risiko, sondern Vielfalt – aber auch mehrsprachige Kinder können eine SES haben. Differenzierte Diagnostik ist hier der Schlüssel
Modelle und Theorien
Modelle und Theorien bieten einen strukturierenden Rahmen, um sprachliche Prozesse zu analysieren, Störungen systematisch einzuordnen und therapeutische Entscheidungen begründet abzuleiten.
Evidenz-basierte Praxis (EBP)
Die EBP vereint Erkenntnisse aus der Studienlage, individuelle Patientenbedürfnisse und klinische Erfahrung – so können therapeutische Entscheidungen fundiert getroffen und passgenau an Individuen und Kontext angepasst werden.
Clinical Reasoning (CR)
Clinical Reasoning bezeichnet den reflektierten Denkprozess, mit dem logopädische Fachkräfte komplexe Entscheidungen begründen, individuell anpassen und therapeutisch verantworten.
Gesprächsführung und Beratung
Beratung und Kommunikation sind zentrale Werkzeuge logopädischen Handelns – wer sie bewusst und reflektiert einsetzt, kann Therapie nicht nur fachlich fundiert, sondern auch menschlich wirksam gestalten.
Empathie
Empathie ist eine entwickelbare Schlüsselkompetenz, die es Logopäd*innen ermöglicht, Beziehung professionell zu gestalten, Bedürfnisse differenziert wahrzunehmen und Kommunikation adressatengerecht zu gestalten.
Health Literacy/
Gesundheits-kompetenz
Gesundheitskompetenz bezeichnet die Fähigkeit, gesundheitsbezogene Informationen zu verstehen, zu bewerten und kritisch für Entscheidungen zu nutzen. Professionelle Gesundheitskompetenz bedeutet, Informationen verständlich zu vermitteln, Barrieren zu erkennen und Kommunikation so zu gestalten, dass Teilhabe wirklich möglich wird.